Start» Paintball» Was ist Paintball?

Paintball entstand Anfang der 80er Jahre in den USA und wird seit Anfang der 90er Jahre auch in Deutschland gespielt. Mittlerweile stellt Paintball die am schnellsten wachsende Extrem- und Mannschaftssportart weltweit dar. In den USA wird Paintball mit über 8 Millionen Spielern in der Rangliste der beliebtesten Funsportarten auf Platz drei geführt.

Beim Paintballspiel treten zwei Mannschaften auf einem abgesteckten Feld gegeneinander an, das von einem Fangnetz umgeben ist. Auf dem Feld befinden sich verschiedene künstliche Hindernisse und sich zwei gegenüberliegende Startpunkte („Flagbases”) mit jeweils einer Fahne.

Nach dem Startsignal versuchen die beiden Mannschaften innerhalb der vorgegebenen Spielzeit, je nach Spielfeldgröße 5-15 Minuten, die Flagge des gegnerischen Teams an sich zu bringen und zu ihrem eigenen Startpunkt zurückzubringen. Die Mannschaft der das zuerst gelingt hat das Spiel gewonnen.

Die Markierer dienen dazu die gegnerischen Spieler zu markieren. Ein Spieler gilt als markiert, wenn ein Paintball an seinem Körper, seinem Markierer oder seiner Ausrüstung auftrifft und dabei zerplatzt. Ein markierter Spieler scheidet, unabhängig davon an welcher Stelle er markiert wurde aus. Um sicherzustellen, dass kein markierter Spieler einfach weiterspielt gibt es Schiedsrichter („Marshalls”), die über die Einhaltung der Spielregeln wachen.

Mittlerweile gibt es in Deutschland die verschiedensten Ligen für Anfänger, Amateure und Profimannschaften. Insgesamt treten 300 Teams an mehreren Spieltagen gegeneinander an, um den jeweiligen Meister zu ermitteln.

Des weiteren existiert die „Millennium Series”. Dabei handelt es sich um eine offene europäische Liga bei der die Kategorien Novice, Amateur und Pro unterschieden werden. Insgesamt wird an je drei Spieltagen in fünf verschiedenen europäischen Ländern (Deutschland, Spanien, Frankreich, England, Türkei) der Sieger in den jeweiligen Kategorien ermittelt. Im Jahr 2009 nehmen mehr als 350 Mannschaften mit über 5.000 aktiven Spielern aus der ganzen Welt an der Serie teil.


Die Ausrüstung

Die Grundausrüstung im Paintballsport besteht aus einem Markierer, einem Druckluftbehälter, einem speziell für den Paintballsport geeigneten Gesichtsschutz und den Paintballs.

Markierer: Bei dem Markierer handelt es sich um eine mit Luftdruck betriebene Waffe. Es gelten in Deutschland die Bestimmungen des WaffG. Grundsätzlich ist somit das Paintballspielen und der Erwerb der Markierer ab 18 Jahren erlaubt.

Druckluftbehälter: Entweder werden die Markierer mit Pressluft oder CO2 betrieben. Das Treibmittel befindet je nach persönlichem Geschmack, direkt am Markierer, oder auf dem Rücken getragen werden können.

Gesichtsschutz: Der Gesichtsschutz ist der wichtigste und gleichzeitig einzig vorgeschriebene Schutz im Paintballsport. Insbesondere sollen Augen, Ohren und Mund geschützt werden. Ohne einen speziell für den Paintballsport geeigneten und zugelassenen des Spielfeldes strengstens verboten.

Paintballs: Bei den Paintballs handelt es sich um Bälle im Kaliber 68 (0,68 Zoll = 1,73 cm). Paintballs bestehen aus einer gefüllt und folglich vollkommen ökologisch abbaubar. Treffen sie auf ein Hindernis zerplatzen sie. Paintballs gibt es in den unterschiedlichsten Farben und Mustern. Beim Spielen befinden sich bis zu 200 Paintballs im sogenannten Hopper der senkrecht auf den Markierer aufgesteckt wird.


Wo wird Paintball gespielt?

Paintball wird auf den unterschiedlichsten Spielfeldern gespielt. Das Spiel auf sogenannten Concept - Fields gewinnt immer mehr an Bedeutung. Im Bereich des Turnierpaintballs bildet unter den Concept - Fields mittlerweile das Spielen auf sogenannten Sup´Air - Feldern den Standard.

Ein Sup´Air - Feld besteht aus aufgeblasenen Hindernissen, welche die unterschiedlichsten Formen, wie beispielsweise Tonnen, Kegel, Pyramiden etc. haben.

Der Vorteil des Sup´Air - Felds besteht darin, dass die Hindernisse nicht starr, sondern in sich beweglich sind. Somit ist das Verletzungsrisiko sehr gering.

    

Wie wird gespielt?

Im Gegensatz zu anderen Sportarten gibt es beim Paintball die unterschiedlichsten Spielvarianten. Die gängigsten sind Capture the flag und Centerflag.

Capture the flag: Jedes Team verfügt über eine Flagge, die am eigenen Startpunkt aufgehängt wird. Ziel des Spiels ist es, die Flagge der gegnerischen Mannschaft zu gewinnen und zurück zum eigenen Startpunkt zu bringen. Die Mannschaft, der dies zuerst gelingt, hat das Spiel unabhängig davon gewonnen, wie viele gegnerische Spieler noch im Spiel sind.

Spielt man nach Punkten, so gibt es nur auf das Gewinnen der gegnerischen Flagge und das Zurückbringen zum eigenen Startpunkt Punkte, nicht auf markierte Gegenspieler. Die Flagge bildet somit den Mittelpunkt des Spiels.

Centerflag: Ähnlich „Capture the flag”, allerdings existiert nur eine einzige Flagge, die sich in der Mitte des Spielfeldes befindet. Ziel ist, die Flagge zu gewinnen und zum generischen Startpunkt zu bringen.


Ist Paintball gefährlich?

Grundsätzlich nicht! Wichtig ist jedoch, dass entsprechende Schutzausrüstung getragen wird.

Neben dem vorgeschriebenen Gesichtsschutz sind Hand-, Knie- und Schienbeinschoner empfehlenswert.

Eine Versicherungsstatistik der USA, bzgl. des Verletzungsrisikos innerhalb von Sportarten, führt Paintball auf einem der letzten Plätze noch hinter Golf.


Rechtliche Situation in Deutschland

Paintball Markierer dürfen erst ab dem 18. Lebensjahr frei erworben werden. Paintball-Markierer dürfen nicht überall verwendet werden. Das Spiel ist nur auf dafür bestimmtem, so genanntem „umfriedeten”, Gelände erlaubt. Der Zugang zum Gelände muss somit abgesperrt sein (z. B. Zaun), so dass sich kein unbeteiligter Passant in die Schusslinie verirren kann, und es muss derart beschaffen sein, dass daraus kein Schuss nach außen dringt (z. B. Fangnetz). Das Spielen beispielsweise im öffentlichen Wald verstößt somit gegen das Gesetz, in der Regel wird wegen unbefugten Führens von Schusswaffen ohne Waffenschein ermittelt. Um Paintball spielen zu dürfen, braucht man ein geeignetes Privatgelände, dessen Eigentümer das Spielen auch gestattet. Bei einem solchen Gelände handelt es sich nicht um eine Schießstätte im Sinne des Waffengesetzes. Beim Transport müssen sich die Markierer in einem verschlossenen Behältnis befinden, müssen getrennt von der Munition transportiert werden und dürfen nicht schussbereit sein, d. h. mit nur wenigen Handgriffen fertiggeladen sein.